Kartoffelschale

Die Kartoffeln in den Erddämmen haben ihre Zielgröße und den angestrebten Stärke- und Mineraliengehalt erreicht. Jetzt müssen sie eine Schale bilden, die sie vor mechanischen Beschädigungen (z.B. während Ernte und Transport) schützt und lagerfähig macht. An den Knollen erkennt man noch die weißen, offenen Lentizellen.

Über Lentizellen erfolgt die Nährstoff- und Wasseraufnahme der Kartoffelknollen. Damit die Knollen nicht weiter Wasser und Nährstoffe aufnehmen, müssen die Lentizellen geschlossen werden. Dies geschicht dann, wenn keine Photosynthese mehr möglich ist, das Kartoffellaub also abgestorben ist.

Darüber wird die Schale gebildet, eine Korkschicht aus wachs- und phenolhaltigen Stoffen (Suberin), die abdichtet. Bis die Kartoffel schalenfest ist, dauert es drei Wochen nach Schließen der Lentizellen.

Einige Pflanzen sind schon weit in diesem Prozess fortgeschritten, was deutlich an den unansehnlichen gelb-braunen Blättern zu erkennen ist; andere Pflanzen sind noch sehr grün. Damit der Prozess nun (gleichmäßig) erfolgt, wird das verbliebene Laub mit einer Maschine abgeschlagen und/oder chemisch behandelt.

Und wir finden auch noch einen ausgewachsenen Kartoffelkäfer. Er sieht ja nett aus, aber ...